Signia Pure Charge&Go MaX 7: Neues Hörgerät für Gespräche in lauter Umgebung

Signia MaX 7 soll Gespräche leichter machen, wenn rundherum viel passiert

Bei einer Gartenparty bleibt ein Gespräch selten an einem Platz. Jemand ruft von der Seite, zwei Personen kommen dazu, hinter einem wird gelacht und plötzlich spricht die Person weiter, die gerade noch gegenüber saß.

Genau solche Situationen gehören für viele Menschen mit Hörminderung zu den schwierigsten Momenten. Eine einzelne Stimme lässt sich oft noch gut verstehen. Mehrere Stimmen, Bewegung und wechselnde Geräusche verlangen dem Gehör dagegen deutlich mehr ab.

Das neue Signia Pure Charge&Go MaX 7 wurde besonders für solche dynamischen Hörsituationen entwickelt. Signia hat dafür eine komplett neue Hörgeräteplattform vorgestellt: Multi-adaptive Xperience, kurz MaX.

Im Mittelpunkt steht eine neue Form der künstlichen Intelligenz. Das Hörgerät betrachtet Sprache, Geräusche, die Umgebung und sogar die eigene Stimme gleichzeitig. Dadurch kann es schneller erkennen, was gerade passiert, und seine Verarbeitung laufend daran anpassen.

Acoustic Intelligence im Signia MaX 7 verarbeitet vier Bereiche gleichzeitig

Signia nennt die neue Technologie Acoustic Intelligence™.

Dahinter arbeiten vier sogenannte Deep Neural Networks. Vereinfacht gesagt sind das vier spezialisierte KI-Systeme. Jedes davon kümmert sich um einen anderen Teil des Hörens. Gleichzeitig tauschen sie Informationen miteinander aus.

Das ist wichtig, denn unser Alltag besteht selten aus sauber getrennten Geräuschen. Eine Stimme, Musik, Wind, Bewegung und Raumklang treffen gleichzeitig auf unsere Ohren.

Die neue MaX-Technologie versucht deshalb, die gesamte Hörsituation zusammenhängend zu erfassen. Die KI wurde laut Signia mit rund 40 Millionen Klangbeispielen, elf Sprachen, verschiedenen Musikrichtungen sowie zahlreichen Stimmen und realen Umgebungen trainiert. Veränderungen werden innerhalb von etwa 0,01 Sekunden verarbeitet.

RealTime Conversation Enhancement hilft bei Gesprächen mit mehreren Personen

Einer der wichtigsten Bereiche des Signia MaX 7 ist das Verstehen in Gruppen.

Das Hörgerät erkennt, wer gerade spricht und aus welcher Richtung die Stimme kommt. Wechseln die Gesprächspartner oder bewegt sich jemand, reagiert die Technik darauf.

Das kann zum Beispiel bei einer Geburtstagsfeier hilfreich sein. Sie unterhalten sich zunächst mit der Person vor Ihnen. Dann meldet sich jemand von rechts zu Wort und kurz darauf spricht jemand auf der anderen Seite weiter.

Das Hörgerät muss in diesem Moment sehr schnell entscheiden, welche Stimmen zum Gespräch gehören.

Der neue Multi-Beamformer verarbeitet dabei laut Signia 75 Prozent mehr Datenpunkte pro Sekunde als die vorherige IX-Plattform. Dadurch sollen Gesprächspartner genauer erkannt und Stimmen stabiler hervorgehoben werden.

Own Voice Processing lässt die eigene Stimme natürlicher klingen

Viele Menschen sind beim ersten Hörgerät überrascht von ihrer eigenen Stimme.

Sie klingt plötzlich ungewohnt laut, dumpf oder anders als erwartet. Das kann gerade in den ersten Tagen störend sein.

Signia beschäftigt sich schon länger mit diesem Problem. Beim MaX-System wurde die Erkennung der eigenen Stimme weiterentwickelt.

Own Voice Processing AI erkennt die Stimme der Person, die das Hörgerät trägt, automatisch. Eine zusätzliche Einmessung dieser Funktion beim Hörakustiker ist laut Signia nicht mehr erforderlich.

Beim Sprechen soll die eigene Stimme dadurch möglichst vertraut bleiben, während die Stimmen anderer Menschen weiterhin unterstützt werden.

Ambient Scene Adaptation passt den Klang laufend an die Umgebung an

Ein ruhiges Wohnzimmer klingt anders als ein Vereinsheim. Ein Spaziergang im Freien stellt andere Anforderungen als ein großer Raum mit viel Hall.

Das Signia MaX 7 arbeitet deshalb nicht ausschließlich mit festgelegten Hörsituationen.

Ambient Scene Adaptation AI untersucht unter anderem Raumklang, Bewegung, Musik und andere Eigenschaften der Umgebung. Die Verarbeitung wird laufend angepasst.

Für den Träger geschieht das automatisch.

Der praktische Vorteil liegt vor allem in wechselnden Situationen: Sie gehen aus dem Haus, treffen jemanden auf der Straße, steigen ins Auto und besuchen später Freunde. Das Hörgerät muss dabei nicht ständig von Hand auf eine neue Umgebung eingestellt werden.

54-mal mehr Rechenleistung im Signia MaX 7 ermöglicht ständig aktive KI

Die technischen Zahlen zum neuen MaX-Chip klingen zunächst gewaltig.

Signia nennt gegenüber der vorherigen IX-Plattform:

  • 54-mal mehr Rechenleistung
  • 50 Prozent höhere Energieeffizienz
  • doppelt so viel Speicher

Diese Zahlen sagen allein noch nichts darüber aus, wie gut ein einzelner Mensch mit dem Hörgerät hört.

Sie erklären jedoch, warum Signia mehrere KI-Systeme gleichzeitig und dauerhaft einsetzen kann. Alle vier Bereiche der Acoustic Intelligence sind im normalen Universalprogramm aktiv. Ein spezielles KI-Programm muss dafür nicht eingeschaltet werden.

Dynamic Noise Control reduziert störende Geräusche gezielter

Hintergrundgeräusche einfach möglichst stark leiser zu machen, klingt zunächst sinnvoll. Im Alltag brauchen wir einen Teil dieser Geräusche allerdings zur Orientierung.

Verkehr, andere Menschen oder Geräusche aus der Umgebung geben uns wichtige Informationen darüber, was um uns herum passiert.

Dynamic Noise Control AI analysiert deshalb, welche Geräusche vorhanden sind, aus welcher Richtung sie kommen und ob gerade ein Gespräch stattfindet.

Störende Geräusche können entsprechend reduziert werden, während wichtige Stimmen und ein natürlicher Eindruck der Umgebung erhalten bleiben sollen.

Studie zum Signia MaX zeigt Vorteile bei schwierigen Gruppengesprächen

Besonders interessant sind erste Ergebnisse zum Sprachverstehen.

In einer Untersuchung am Hörzentrum Oldenburg wurden 30 erfahrene Hörgeräteträger in einer anspruchsvollen Gesprächssituation getestet. Mehrere Sprecher und zusätzliche Hintergrundgeräusche sollten eine reale Gruppensituation nachbilden.

Dabei erreichten 29 von 30 Teilnehmern – also 97 Prozent – ihre beste Leistung beim Sprachverstehen mit Signia MaX. Verglichen wurde das System mit Signia IX sowie zwei aktuellen Premium-Hörgeräten anderer Hersteller.

Das Ergebnis ist interessant, sollte jedoch richtig eingeordnet werden: Es handelt sich um eine konkrete Testsituation mit einer kleinen Teilnehmergruppe. Wie groß der Unterschied im persönlichen Alltag ausfällt, hängt unter anderem vom Hörverlust, der Anpassung und den typischen Hörsituationen ab.

Genau deshalb bleibt das Probetragen eines Hörgeräts so wichtig.

Der Akku des Signia Pure Charge&Go MaX 7 hält bis zu 30 Stunden

Trotz der ständig arbeitenden KI ist das Pure Charge&Go MaX für einen vollständigen Tag ausgelegt.

Laut Signia sind bis zu 30 Stunden Akkulaufzeit möglich. Die tatsächliche Laufzeit hängt wie bei anderen Hörgeräten von Nutzung und Streaming ab.

Für unterwegs gibt es einen mobilen Charger. Dieser kann Energie für mehrere zusätzliche Ladungen speichern.

Eine vollständige Ladung dauert rund vier Stunden. Schon 30 Minuten Ladezeit können bis zu sechs weitere Stunden Nutzung ermöglichen.

Damit eignet sich das System auch für lange Tage, Reisen oder Veranstaltungen, bei denen das Hörgerät viele Stunden getragen wird.

Bluetooth und Telefonspule machen das Signia MaX 7 vielseitig

Beim neuen Pure Charge&Go MaX bündelt Signia mehrere Verbindungsmöglichkeiten in einem Gerät.

Die sogenannte OneConnect Technology unterstützt:

  • Bluetooth Classic
  • Bluetooth LE Audio
  • Telefonspule
  • Auracast-ready

Dadurch lässt sich das Hörgerät mit vielen modernen Smartphones und anderen Geräten verbinden. Die integrierte Telefonspule bleibt gleichzeitig für entsprechende Induktionsanlagen interessant.

Bei Auracast gibt es allerdings einen wichtigen Hinweis: Das Hörgerät ist technisch bereits darauf vorbereitet. Die vollständige Auracast-Funktion soll laut Hersteller über ein Firmware-Update in der Signia One App bis März 2027 freigeschaltet werden.

Die Signia One App ergänzt das MaX 7 um einfache Einstellungen

Passend zur neuen MaX-Generation gibt es die Signia One App.

Über die App können unter anderem Lautstärke und Einstellungen gesteuert werden. Neu ist außerdem die Möglichkeit, die Lautstärke für das linke und rechte Hörgerät getrennt anzupassen.

Auch der Signia Assistant wurde überarbeitet.

Fragen oder Klangwünsche lassen sich jetzt einsprechen. Ein Satz wie „Stimmen klingen heute zu scharf“ kann dadurch leichter eingegeben werden als über mehrere Menüs und Regler.

Der Assistant hilft außerdem bei Fragen zur Bedienung und kann persönliche Klangeinstellungen unterstützen.

Die App ersetzt dabei keine professionelle Hörgeräteanpassung. Sie ist eine zusätzliche Möglichkeit für kleine Änderungen im Alltag.

Zwei LEDs erleichtern die Kontrolle des Signia MaX 7

Ein kleines Detail dürfte besonders für Angehörige und Betreuungspersonen interessant sein.

Das Pure Charge&Go MaX besitzt eine zweifarbige LED mit Betreuersignal. Dadurch lässt sich der Zustand des Hörgeräts leichter erkennen.

Das Gehäuse wurde ebenfalls überarbeitet und verfügt über eine Plasma-Schutzbeschichtung. Signia bietet das Modell in acht Farben an.

Für wen das Signia Pure Charge&Go MaX 7 besonders interessant sein kann

Die Stärken der neuen MaX-Technologie zeigen sich vor allem dort, wo Hören schnell und abwechslungsreich wird.

Interessant kann das Signia MaX 7 deshalb besonders für Menschen sein, die:

  • häufig an Gesprächen mit mehreren Personen teilnehmen,
  • Familienfeiern, Veranstaltungen oder Vereinstreffen besuchen,
  • beruflich viele Gespräche und Besprechungen führen,
  • im Tagesverlauf oft zwischen verschiedenen Hörsituationen wechseln,
  • ihre eigene Stimme mit bisherigen Hörgeräten als unangenehm empfinden,
  • viel Wert auf automatische Anpassungen legen,
  • Smartphone, Streaming und moderne Verbindungsmöglichkeiten nutzen möchten.

Gerade Menschen, die bei Gruppengesprächen irgendwann den Faden verlieren, dürften von der neuen Technologie am stärksten profitieren.

Ein Signia MaX 7 ist nicht für jeden automatisch die beste Wahl

Die höchste technische Leistungsklasse klingt verlockend. Entscheidend bleibt jedoch der persönliche Höralltag.

Ein Mensch, der überwiegend zu Hause lebt, meist Gespräche zu zweit führt und selten in anspruchsvollen Hörsituationen unterwegs ist, benötigt möglicherweise nicht sämtliche Möglichkeiten einer Premium-Technologie.

Auch Hörverlust, Ohrform, Bedienbarkeit und persönliche Klangvorlieben spielen eine wichtige Rolle.

Deshalb sollte die Entscheidung nicht anhand einer technischen Zahl oder eines Produktnamens getroffen werden. Das passende Hörgerät zeigt seine Qualität dort, wo es später gebraucht wird: im eigenen Alltag.

Studie zum Signia MaX zeigt Vorteile bei schwierigen Gruppengesprächen

Signia MaX 7 bei HÖRLAND persönlich ausprobieren

Neue Hörgerätetechnik lässt sich auf dem Papier ausführlich erklären. Wie sich ein Hörgerät tatsächlich anfühlt und wie gut Sie damit verstehen, lässt sich am besten selbst erleben.

Bei HÖRLAND schauen wir deshalb zuerst darauf, wo Sie im Alltag Schwierigkeiten beim Hören haben. Nach einem Hörtest besprechen wir gemeinsam, welche Technik und welche Leistungsklasse zu Ihrer Hörsituation passen.

Das neue Signia Pure Charge&Go MaX 7 können Sie dabei kennenlernen und unter realen Bedingungen ausprobieren.

HÖRLAND ist mit fünf Fachgeschäften in Hof, Münchberg, Rehau, Marktredwitz und Waldsassen für Sie da.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und finden gemeinsam heraus, ob die neue Signia MaX-Technologie zu Ihrem Alltag passt.

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